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Donnerstag, 7. Mai 2015

LüttLiv

Das LüttLiv ist neu und befindet sich erst seit einigen Wochen im aufstrebenden Teil Barmbeks. Es ist schön zu sehen, wie sich hier immer mehr entwickelt und der Stadtteil an Flair gewinnt.

Das LüttLiv begrüßt den Gast im Restaurant mit wenigen Tischen in einer heimeligen Atmosphäre. Viel ist aus Holz und wirkt rustikal und gleichzeitig gemütlich. Hier sitzt man ggf. auch mit anderen Gästen gemeinsam am großen Tisch.

Auf der Homepage steht direkt unter dem Namen "Einfach handgemacht" und das merkt man, wenn man die kleine Karte durchstöbert. Alle Gerichte, die auf der Karte zu finden sind, sollen selbst gemacht sein - das ist den Betreibern sehr wichtig und die Liebe zum Produkt kann man erkennen.

Wir entscheiden uns für die Brotzeit "Werkbank" für 9,90 € (das nächste Mal nehme ich definitiv die mittlere/kleine Portion, das reicht vollkommen aus) und die Frikaldelle - ein Frikadellenburger mit cremigen Kraut, karamellisierten Zwiebeln und Kartoffelspalten für 9,90 €.
Wir bekommen Teller und Besteck bereits vorab gebracht und das ist so süß eingepackt, dass ich es auch fotografieren musste. Das Besteck ist in eine weiße Serviette eingerollt und dann mit einem Stück Paketband/Faden zusammengebunden - eine schöne Idee!

Die Werkbank hat so einiges zu bieten. Eine große Auswahl an Käse und Wurst und ein bisschen Rohkost - die Platte reicht auch locker für zwei und hat viel zu viel Belag für die Brotscheiben. Die sind auch mein einziger Kritikpunkt. Die Brotscheiben sind mir persönlich zu dick geschnitten, da bin ich nach einer Scheibe eigentlich schon satt. Ein bisschen dünner und ich könnte mehr variieren. Das Brot an sich ist allerdings sehr lecker und scheint auch selbst gebacken zu sein.





Der Burger schmeckt ebenfalls sehr lecker, tolle Geschmacksaromen und ist mit den Kartoffeln zusammen auch eine große Portion. Die heiße Schokolade habe ich nicht probiert und die Toiletten waren neu und sehr in Ordnung.





Fazit: Gut gesättigt und mit einem wohligen Gefühl treten wir den Heimweg an. Der Betreiberfamilie merkt man das Herzblut an. Ich freue mich über dieses neue Fleckchen in Barmbek und wünsche viel Erfolg weiterhin!
Man kann die Räume unter und über dem LüttLiv übrigens auch für eigene Feierlichkeiten mieten.



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Samstag, 11. April 2015

aqua ***

Womit fange ich bloß an? Nach meinem ersten Sterne-Blog-Besuch im Alimentum* in England, steht heute mein erster Besuch in einem Drei-Sterne-Restaurant an: Das aqua*** im Ritz-Carlton in Wolfsburg von Küchenchef Sven Elverfeld.

Das Restaurant liegt aktuell auf Platz 28 in der Liste "The World's Best Restaurant 2014" - Wahnsinn - die Erwartungen sind natürlich hoch!
Das Wochenende beginnt bereits mit einer persönlichen Begrüßung in Form einer Karte von Herrn Elverfeld auf dem Hotelzimmer mit selbstgemachten Pralinen. Das macht bereits Lust auf mehr - eine tolle Einstimmung.

Wir betreten das Restaurant, das sehr schlicht eingerichtet ist und bekommen einen Platz am Fenster mit Blick auf die Werksanlagen von VW, die toll beleuchtet werden am Abend. Die Service-Kräfte stehen in hoher Anzahl bereit und helfen uns Platz zu nehmen und übernehmen das Schieben der Stühle. Auch wenn man zwischendurch auftsteht, wird einem immer wieder in den Stuhl "geholfen".

Unser Menü steht bereits vorab fest, da es Bestandteil eines Arrangements ist. Andere Gäste können heute wählen zwischen einem 4- bis 9-Gänge-Menü, das bei 160€ beginnt und bei 230€ aufhört - je nach Zusammensetzung. Wir bekommen unser Menü abgedruckt, ebenfalls mit persönlicher Begrüßung, in einer Karte.

In einem Sterne-Restaurant werden eigentliche 5 Gänge ja schnell zu mehr, da es ergänzt wird durch diverse Grüße aus der Küche. Unser eigentliches Menü beinhaltet:

Gänseleber "Müsli"
Hüttenkäse, Joghurt, Cerealien, Früchte & Mandeln
-
Bachforelle aus der Lüneburger Heide
Rauch-Brandade, Granny-Smith, Meerrettich & Toast
-
Champagner Cremesorbet
"Edition Ruinart Rosé"
-
Müritzer Lammrücken in Heu gegart
Bries, Zunge, Aubergine, Stengelkohl & geräucherter Rettich
-
Ganache von weißer Schokolade "Opalys" mit schwarzem Tee
Feige & Bergamotte

Als Aperitif können wir wählen zwischen Champagner und anderen interessant klingenden Variationen. Ich entscheide mich für einen Perlwein mit Birne - ich weiß leider nicht mehr wie er heißt - aber der war wirklich große Klasse. Aus meiner Sicht eine perfekte Mischung zwischen Süße und Säure.
Wir entscheiden uns für eine begleitende Weinreise, ich nehme zu Beginn ebenfalls einen Schluck Wein und steige dann auf eine alkoholfreie Begleitung um, die auch tolle Überraschungen bereit hält. Ich erhalte verschiedene Säfte - gemischt oder pur - eine tolle Alternative. Selten so leckere Saftvariationen getrunken.

Der Abend beginnt mit dem ersten Gruß, der wie alle anderen Gerichte immer gemeinsam serviert wird, so dass alle Gäste am Tisch gleichzeitig ihr Essen erhalten.

Kalamata Olive
Tacos mit Wolfsbarsch und Tatar

Viele der "Grüße" werden auf oder in Glas(!?)blöcken serviert, die bereits einen sehr futuristischen Eindruck machen. Wir bekommen eine karamellisierte Kalamata-Olive (eine Spezialität von Sven Elverfeld) und zwei verschiedene Tacos, die einmal mit "Ceviche" vom Wolfsbarsch und Kaktus und einmal mit Tatar "Chili con Carne" belegt sind. Hier explodieren bereits das erste Mal die Aromen im Mund - sehr spannende Zusammenstellungen und sehr lecker.

Tomaten-Focaccia, Baguette
und  Hafertaler


Danach bekommen wir drei verschiedene Sorten Brot und salzige Butter gereicht. Das Brot liegt in einer Schale, die mit heißen Steinen gefüllt ist, so dass das Brot auch nach langer Zeit noch warm ist. Die spitzen Baguette-Stangen sind genau so frisch und lecker wie das Focaccia und die Hafertaler. Da es von jeder Sorte zwei Stück gibt, teilen wir auf drei Personen auf, damit alle alles probieren können. Das wäre jedoch gar nicht nötig gewesen, denn das Brot wir nachgereicht als die Schale droht leerer zu werden.





Suppenshots
Rotkohl & Gewürzapfel
Kefir, Gelbe Beete & Dill
Die nächsten zwei "Einstimmungen" (so steht es auf unserem Menü) sind Suppenshots, die in spitzen Gläsern serviert werden, die ebenfalls wieder in den Glasblöcken stecken. Dazwischen steckt eine "krosse" Apfelscheibe. Die Rotkohlsuppe schmeckt durch den Gewürz-Apfel ein bisschen nach Weihnachten und passt daher nicht ganz so gut in den Frühling, finde ich - ist aber trotzdem ein toller Geschmack. Die Gelbe Beete-Suppe ist für mich etwas besonderes, denn gelbe Beete habe ich bisher noch nicht probiert - im Zusammenspiel mit dem Kefir schon fast erfrischend und sehr lecker.


Chicken-Burger "Tandoori"
Gemeinsam mit der Suppe bekommen wir den kleinsten Burger präsentiert, den ich je gesehen habe. Der Burger ist vielleicht so groß wie zwei Oliven nebeneinander. Wahnsinn! Wie bekommt man so kleine Brötchen gebacken und dann noch so exakt "befüllt" mit den Zutaten? Der Burger hat eine leichte Schärfe und bringt einen gedanklich eher in den asiatischen/indischen Raum, nachdem man gerade gelbe Beete und Rotkohl in Deutschland verortet hatte.Toll!



Gelbflossenmakrele, Guacamole,
geräucherter Maisschaum
& schwarzer Quinoa
Und als wären dies noch nicht genug Einstimmungen folgt der vierte Gruß aus der Küche.
Ein Mousse oder Creme aus Zutaten, die wieder eine tolle Kombination ausmachen und eher etwas säuerlicher sind als die bisherigen Speisen. Von den "Einstimmungen" für mich im Vergleich der unspannendste Gang. Soweit man das auf so einem Niveau überhaupt sagen kann und darf, denn geschmacklich ist es wieder excellent.





Nach diesem Gruß startet das eigentliche Menü mit der ersten Vorspeise. Wir bekommen eine sehr große Portion Gänseleber, die bedeckt ist von Müsli-Zutaten und ebenfalls einen Deckel aus einer Zuckermasse enthält, ähnlich wie die Olive zu Beginn. Für sich genommen klingt es nach einer gewöhnungsbedürftigen Kombination. Doch wenn man von allem etwas auf seiner Gabel hat, passt es sehr gut zusammen und schmeckt toll. Aufgrund der Größe der Portion wird es dann aber fast ein bisschen viel davon - die hätte auch etwas kleiner ausfallen können, finde ich.


Gänseleber "Müsli"...
... mit Hüttenkäse, Joghurt, Cerealien,
Früchte & Mandeln












Danach bekommen wir eine unglaublich zarte, fast auseinander fallende Bachforelle in einem tiefen Teller serviert mit einer Bouillon, die unglaublich exakt geschnittene Apfel-Würfel enthält - Das sind die Momente, in denen ich mich frage, wie lange jemand wohl allein nur diese exakten Würfel gebraucht hat... ;-) Beeindruckend!

Bachforelle...
... mit Rauch-Brandade, Granny Smith,
Meerretich & Toast
Ein tolles Gericht, sehr leicht und lecker und gleichzeitig ein Augenschmauß.

Heißes (!) Erfrischungstuch

Nach den Vorspeisen erhalten wir noch einen etwas anderen "Gang" serviert. Wir bekommen ein heißes Handtuch serviert, das ich zu Beginn kaum anfassen kann, so heiß ist das. Die Hände duften danach gut - das Essen kann weiter gehen.

Um die Geschmacksknospen bzw. den Gaumen zu neutralisieren bekommen wir vor dem Hauptgang noch ein Champagner-Sorbet gereicht aus dem Hause Ruinart. Und auch wenn es "nur" das Sorbet ist, ist es definitiv eines der Highlights des Menüs. Wir bekommen im Vergleich zu dem bisherigen weißen, sehr feinen Geschirr einen Teller serviert, auf dem ein Holzbrett liegt, in dem ein Stück Glas eingefasst ist. Erst bei näherer Betrachtung und Erläuterung des Service-Personals fällt auf, dass es sich bei dem Glas um den Boden einer Ruinart-Flasche handelt. Die Flasche wurde im Bauch durchtrennt, abgeschliffen und die Mulde der umgedrehten Flasche dient nun als Schüssel für das Sorbet. Erst noch abgedeckt mit einem Label, das mit einer Pinzette vom Service entfernt wird. Und dieses Sorbet ist ein Traum! Es ist total cremig und frisch zugleich und schmeckt wirklich nach dem Rosé, den wir auch als Aperitif hätten haben können. Sowohl Geschmack als auch Präsentation verdienen ein Wort: Wow!

Champagner Cremesorbet II
Champagner Cremesorbet I


Hauptgang I
Bries, Zunge, Aubergine,
Stengelkohl & geräucherter Rettich
Nach diesem Highlight sind wir gespannt auf den Hauptgang und bekommen erst einmal einen Teller ohne Fleisch serviert. Zum Glück ist für mich nicht erkennbar, was Bries (Drüse aus dem Brustkorb des Tieres) oder Zunge ist, denn das gehört sonst definitiv nicht zu meinen Leibspeisen... Während die Teller serviert werden ist ein weiterer Kellner im Anmarsch, der uns einem großen Steintopf zeigt, in dem warmes Heu liegt und unser Fleisch gegart wurde. Dies wird uns nun direkt aus dem Heu auf den Teller gelegt. Eine tolle Präsentation.

Hauptgang II
Müritzer Lammrücken in Heu gegart


Über die Größe des Fleischs bin ich allerdings überrascht. Dafür, dass es sich jetzt um den Hauptgang handelt, hätte ich etwas mehr erwartet. (Nicht, dass ich Sorgen hätte nicht satt zu werden, absolut nicht. Aber im Vergleich zu den anderen Speisen merkt man hier nicht, dass das Hauptgericht vor einem steht, finde ich).
Das Fleisch ist unglaublich zart und sehr lecker. Einige der Beilagen empfinde ich jedoch als deutlich zu salzig und kann es nicht so richtig genießen. Dies ist mein einziger wirklicher Kritikpunkt an dem ganzen Essen. Ansonsten überzeugt auch das Hauptgericht mit den einzelnen Bestandteilen.

Haupt-Dessert I
Haupt-Dessert II
Nach dem Hauptgang kommt das Dessert, das optisch definitiv den 1. Preis verdient hat. Uns erreicht ein Teller, der wie ein Kunstwerk aussieht, das man gar nicht zerstören mag. Wie bekommt man so exakte runde Formen hin? Die große weiße Kugel ist von innen hohl und scheint mit Trockeneis oder ähnlichem gefroren worden zu sein. Die Hülle ist so unglaublich kalt, dass man es direkt an den Zähnen spürt und das bleibt auch bis zum letzten Bisschen bestehen. Die mittlere rosafarbene Kugel ist ein Mousse und die kleinere Kugel ist relativ fest und könnte Schokolade mit einer Füllung sein. Insgesamt kann ich sehr schwer zuordnen, welche Aromen in welcher Kugel verarbeitet sind, wenn ich ehrlich bin. Aber: Es schmeckt toll und ist defintiv etwas anderes im Vergleich zu dem, was ich bisher als Dessert auf dem Tisch hatte.

Und da ein Dessert NATÜRLICH nicht ausreicht :-) startet nach unserem offiziellen 5-Gang-Menü das "Süße Finale" mit drei weiteren Komponenten, das uns in unserer Karte bereits angekündigt wird.

Banane, Sanddorn & Safran
Wir starten mit einer Variation aus Banane, Sanddorn & Safran. Eine spannende Kombination. Die Form des Tellers passt tatsächlich ein bisschen zum typischen Bananen-Nachtisch - dem Banana Boat. Mehr haben die Gerichte aber auch nicht gemeinsam.

Der Safran in der gelben Crème passt unglaublich gut zu der Banane (weiße Gebilde) - Sanddorn ist nicht so meins, stelle ich fest. Zusätzlich versteckt sich noch Crunch auf dem Teller, der sehr gut zum Rest passt.


Macaron "Jaffa" I
Nach diesem Ausflug bekommen wir noch einmal eine beeindruckende Präsentation des Glasblocks. Es fliegen drei Macaron ein, die auf dem Glasblock stehend serviert werden und mit Orangengeschmack in Kombination mit der Schokolade überzeugen - toll! Gleichzeitig bekommen wir auch noch ein doppelwandiges Glas mit einer Art Suppe aus Quitte und Hagebutte serviert, die mit Maronenschaum bedeckt ist. So meine ich es jedenfalls rausgeschmeckt zu haben
;-)
Quitte, Marone & Hagebutte

Macaron "Jaffa" II
Nun haben wir es geschafft. Das Menü hat jedenfalls laut der uns vorliegenden Menü-Karte sein Ende erreicht. Doch da ein Haupt-Dessert und 3 süße Final-Variationen noch nicht ausreichend sind, werden wir jetzt noch mit einer großen Auswahl an Pralinen verwöhnt. Dazu kommt eine der Service-Kräfte mit einem großen Wagen, in dem 15 verschiedene Sorten von Pralinen darauf warten ausgewählt zu werden. Die Kellnerin erklärt uns welche Sorten wir vor uns haben und wir probieren unsere Lieblings-Sorten. Ich entscheide mich für eine Kokos-, eine Baileys-, eine Macadamia- und eine Kakao-Praline. Alle für sich sehr lecker und sehr filigran gearbeitet - da kann ich mir noch so einiges abschauen für meine eigene "Produktion".
Pralinen-Auswahl auf eigenem Wagen

Kokos, Baileys, Macadamia, Kakao


Diesen Wagen gibt es übrigens auch noch einmal in der "Käse-Variante", das jedoch nicht zu unserem Menü gehört.

Nun sind wir aber auch wirklich komplett abgefüllt. Nach so vielen Speisen, auch wenn sie teilweise gar nicht besonders groß sind, summiert es sich doch und ich fange langsam an das Menü Revue passieren zu lassen. Doch selbst, wenn ich schon genügend Süßes hatte, kann ich natürlich in so einer Situation nicht auf die Bestellung eines Kakaos verzichten. Ich werde schon fast ein bisschen irritiert angeguckt neben all den Espresso-Bestellern, aber ich spare mir es zu erläutern ;-)
Zum Kaffee/Kakao gibt es eine Zusammenstellung aus verschiedenen Zuckerarten, einem Milchkännchen mit (natürlich!) lauwarmer und drei selbstgemachten und gedrehten Keksröllchen - sehr lecker. Der Kakao selbst scheint mir mit Sahne gemacht zu sein und ist sehr dickflüssig, aber er ist nicht zu süß und schmeckt gut.

Kakao
Zucker und warme Milch
mit Keksrollen

Nach mehreren Stunden erlebnisreichen Essens geht der Abend zu Ende. Es war ein tolles Erlebnis, dieser Umgang mit den Produkten ist beeindruckend und auch was daraus entstehen kann. Der Preis für die Getränke finde ich persönlich zu viel und macht den Abend erst richtig teuer - den Preis für das Menü finde ich definitiv angemessen. Ich habe bisher in meinem Leben noch nicht so exklusiv gegessen!

Die Toilette ist ein paar Schritte außerhalb des Restaurants im Hotelgang und somit im Stil des gesamten Hotels enthalten und bietet einige kleine Annehmlichkeiten, die eine Frau brauchen könnte. Im Gegensatz zum obligatorischen Haken gibt es hier in der Kabine richtig ein kleines Tischchen, wo man seine Tasche abstellen kann.

Fazit: Um sich einen besonderen Abend zu gönnen kann ich das aqua definitiv empfehlen. Nichts für jeden Tag, schon alleine aufgrund des Preises. Aber für mich war es definitiv ein Erlebnis und ich möchte sehr gerne einmal wieder kommen.
Der Service im Restaurant war excellent, im Gegensatz zum Hotel. Dadurch, dass das Restaurant direkt im Hotel liegt, muss man sich auch über den Heimweg keine Gedanken mehr machen, auch sehr angenehm!

Ich bin gespannt, was ihr zu diesem Roman sagt! Ich hoffe, dass ich schon bald einen neuen Stern hier im Blog begrüßen kann - die Reise hat erst begonnen...

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Montag, 23. März 2015

H2O im Scandic Emporio

Heute war ich seit langer Zeit mal wieder im H2O im Scandic Hotel - direkt in der Innenstadt. Ich bin bereits im letzten Jahr ein paar Mal dort gewesen, habe es aber bisher noch nicht geschafft darüber zu schreiben. Das hole ich jetzt nach, denn es lohnt sich!

Das H2O liegt direkt im Hotel und ist ziemlich groß - trotzdem wirkt es nicht ungemütlich, da einzelne Segmente abgeteilt sind und die Einrichtung auch sehr "nordisch" stilvoll ist. Die Küche ist offen, liegt aber so weit hinten im Restaurant, dass man nicht gestört wird und trotzdem mal einen Blick riskieren kann. Wir werden sehr freundlich begrüßt und bekommen die Karte ausgehändigt von der Kellnerin in dunkler Kleidung, aber hellen Chucks. Die tragen hier alle. Ein witziger Gegensatz.

Das H2O beschreibt sich selbst als "Stockholm Kitchen", die die genussvollen Seiten Schwedens und Norddeutschlands miteinander verbindet. Die Karte bietet einige Vorspeisen, eine Specials-Karte mit veganen und vegetarischen Gerichten und eine Menu-Karte "Vom Land und aus dem Wasser". Das hat mich schon die letzten Male fasziniert. Hier kann man sich seinen Hauptgang selbst zusammenstellen. Man kann wählen zwischen Fisch oder Fleisch und dann eine Sättigungsbeilage (z.B. Gebratene Kartoffelterrine, Oliven-Polenta, etc.), einer Gemüsebeilage (z.B. Winterrüben aus dem Ofen, weißes Bohnenpüree, etc.) und einer Soße (z.B. Bergpfefferjus, Rotsponjus, etc.). Diese Auswahl bzw. die Variationen haben sich im Gegensatz zum letzten Jahr verkleinert, bieten aber trotzdem noch genügend Möglichkeiten.

Vorweg gibt es selbstgebackenes Brot (noch warm!) mit Olivenöl und Winter-Würzsalz (das schmeckt ein bisschen nach Weihnachten durch die verschiedenen Gewürze - hier wäre mittlerweile die Frühlings-Variante dran, das passt nicht mehr so ganz) und eine Spinat-Creme. Beides sehr lecker und ein guter Start!




Als Vorspeise nehmen wir alle das Maronensüppchen mit gebackenen Apfel-Zwiebel-Teigtaschen (6 €). Die Portion ist riesig und wird im Weckglas serviert. Die Suppe ist sehr lecker und auch das Apfel-Zwiebel-Wan Tan ist eine tolle Ergänzung dazu mit der Süße der Äpfel - zum Reinsetzen und für den Preis wirklich unschlagbar.

Als Hauptgang variieren wir alle und haben uns unsere eigene Zusammenstellung kreiert. Von Flanksteak vom Grill (24 €) über Brust vom Kokländer Huhn (16 €) bis hin zum Heilbuttfilet mit Kürbischutney (19 €) ist alles vertreten und schmeckt durch die Bank weg sehr lecker. Nur das Huhn und deren Zutaten sind wirklich nur noch lauwarm und hätten deutlich heißer sein müssen. Schade! Die Gemüse- und Sättigungsbeilagen werden zusätzlich ein kleinen Schüsseln und Tellern serviert.






Auf das lauwarme Essen angesprochen reagiert der Kellner sofort und bietet einen Ersatz an. Da uns das zu viel Zeit kosten würde, nehmen wir die Alternative eines Desserts an, das uns dann mit 4 Löffeln serviert wird :-) Wir entscheiden uns für den Apple Crumble (6 €), der ebenfalls im Weckglas serviert mit Vanille-Mascarpone-Schaum und Mandelmilcheis. Der Crumble ist nicht knusprig, sondern schmeckt wie unfertiger Kuchenteig - ebenfalls zum Reinsetzen, finde ich! Sehr lecker!


Einen Kakao habe ich nicht probiert, das passte nicht mehr ;-) Die Toilette ist mal etwas anderes. Alles ist sehr dunkel gehalten und gleichzeitig mit einer riesigen Fensterfront versehen in Richtung Laieszhalle. Man hat das Gefühl direkt auf der Straße zu stehen. Die einzelnen Kabinen haben daher alle ein eigenes kleines Waschbecken (sehr klein mit nicht dazu passendem Wasserhahn, der über das Mini-Waschbecken hinausspritzt), so dass man sich nicht beobachten lassen muss. Interessantes Konzept und wenn man die Tür aufmacht durchaus erst einmal unerwartet.

Fazit: Das Essen ist sehr lecker, der Service ist sehr gut. Mir gefällt das Konzept und ich komme ganz bestimmt wieder.

Tipp: Ihr wollt auf ein Konzert oder eine Veranstaltung in das Laieszhalle? Das H2O ist der ideale Startpunkt dafür, da es direkt gegenüber liegt mit Blick auf die Halle.

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Samstag, 7. März 2015

I-Punkt (Wiesbaden)

Ich war vor kurzer Zeit bei Freunden in Wiesbaden zu Besuch und dort sind wir am Samstag Abend auf die "Pirsch" gegangen und waren vorher im Restaurant I-Punkt essen.
Im Vorhinein war es gar nicht so einfach herauszufinden, was uns erwartet. Denn das Restaurant hat keine Homepage. Wir haben uns aber trotzdem dazu entschlossen es auszuprobieren und bei der Lage direkt am bzw. neben dem Kurhaus ist es jedenfalls geografisch ein guter Start.

Als wir das Restaurant betreten, denke wir eher, dass uns hochpreisige Speisen erwarten. Es hängen große Kronleuchter an den Decken und die Tische sind alle eingedeckt mit weißer Tischdecke, Besteck, Gläser etc. Bei näherem Hinsehen revidiert sich der Eindruck allerdings schnell - unser Tisch ist entweder bereits sehr alt oder steht eigentlich draußen. Unter den Tischdecken wölbt sich die Verkleidung der Tischplatte, so dass unsere Gläser nur an wenigen Stellen ohne Kippel-Gefahr stehen können.  Die Bedienung begrüßt uns mit einem einfachen "Hi".

Und dann kommt die nächste Überraschung: Die Karte beinhaltet alles - wirklich alles. Es gibt sowohl gebratene Blutwurst mit karamellisiertem Apfel-Chicoree, hausgemachte Linsensuppe, hausgemachtes Mettbrot, Carpaccio vom Taunus-Rind, Lachstatar mit hausgemachtem Rösti, Island-Kabeljau in Kartoffelkruste, Thunfischsteak mit hausgemachten Pommes, ... Ich versuche in einem Restaurant immer das zu essen, was mir schmeckt und bei dem ich glaube, dass sie es gut können. Aber bei dieser Karte fällt es mir unglaublich schwer zu identifizieren, wofür das Restaurant steht. Während wir noch in die Karte schauen wird uns Brot mit Spundekäs gebracht - schöne Idee und vom Geschmack her gut - aber viel zu wenig Inhalt für das Brot.

Wir entscheiden uns als Vorspeise für gebratene Blutwurst (9,50 €), Carpaccio (12,50 €) und Lachstatar (13,50 €). Es kommen unglaublich große Portionen auf uns zu. Die Blutwurst mit dem Chicoree schmeckt sehr gut, die anderen beiden Speisen sind gut, aber lösen auch keine Begeisterungsstürme aus.

 

Als Hauptgang nehmen wir das Geschnetzelte vom Schwäbisch Hallischem Landschwein mit hausgemachtem Rösti (18,50 €), hausgemachtes Hühnerfrikassee mit Butterreis und Blattsalat (14,50 €) und Island-Kabeljau in der Kartoffelkruste mit Feldsalat mit hausgemachter grüner Soße (18,50 €).
Auch die Speisen sind ok - das Geschnetzelte ist wirklich sehr gut. Aber auch hier kann man sagen, dass man für den Preis an anderer Stelle wahrscheinlich mehr Geschmack bekommt.



Nach dem Hauptgang sind wir offensichtlich abgemeldet, was den Service betrifft. Eine Getränkenachbestellung oder ein Dessert sind schwer zu erfragen. Der Service ist insgesamt nicht wirklich überzeugend.

Fazit:
Insgesamt gehen wir durchaus zufrieden aus dem Lokal heraus, auch die Toilette ist überraschend modern und schön eingerichtet inkl. evtl. benötigter Kleinigkeiten. Aber sowohl die Karte als auch das Restaurant an sich sind nicht rund. Ein Koch bzw. eine Küche kann nicht alles perfekt können - man sollte sich auf etwas spezialisieren anstatt alles anzubieten. Und ein Blick auf die Servicekräfte wäre ggf. auch ratsam.

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Donnerstag, 26. Februar 2015

Twenty Six

Zu meinem Geburtstag wollte ich in ein Restaurant, wo ich mir sehr sicher sein kann, dass es mir gefällt. Daher habe ich mich für das Twenty Six im Mittelweg entschieden! Und was soll ich sagen? Es war großartig!! Eine ganz klare Empfehlung. Ich werde es in meine Favoriten aufnehmen!

Wir bekommen die Karte ausgehändigt und mein Blick fällt wieder als Erstes auf das Charity-Menü. Ein Menü, das es auch die letzten Male gab: Ein Drei-Gang-Menü, das einen Aperitif beinhaltet und mit 29,50 € unschlagbar im Preis ist, denn 5 € von diesem Preis werden auch noch gespendet. Die restliche Karte klingt auch gut, aber das Menü klingt toll - daher bleibe ich dabei.

Das letzte Mal als ich da war, hat man, nachdem gezahlt wurde, einen 5 €-Schein ausgehändigt bekommen, um diesen dann persönlich in eine Spendenbox zu schmeißen - das fand ich eine schöne Idee - das gab es dieses Mal nicht mehr, schade!

Wir starten mit einem leckeren, lauwarmen Brot und Olivenöl. Der Aperitif ist etwas bitterer als der Aperol Spritz, den ich anhand der Farbe eigentlich erwartet hatte, aber sehr lecker. Insgesamt ist der Service sehr zuvorkommend. Egal, wer uns bedient - alle sind sehr freundlich und umsorgend und schenken auch z.B. Wasser nach.

Das Amuse Gueule ist ein Rote-Bete-Carpaccio mit Walnuss und Brombeer. Auch wenn ich kein Fan von rote Bete bin, schmeckt das in Kombination mit Frucht und Nuss wirklich lecker - das macht Lust auf mehr.






Die Vorspeise, eine Süßkartoffel-Cremesuppe mit gebackenem Scampi und Koriander ist eine riesengroße Portion und ebenfalls sehr lecker. Die Teller sind schnell leer und auch der Scampi ist durch das gebackene mal etwas anders und sehr passend dazu.

Beim Hauptgang kann man im Charity-Menü noch wählen zwischen Perlhuhnbrust mit Wacholderjus, Chicorée, Datteln und Karotten oder einem Bio-Lachs mit grünem Spargel, rote Bete und Kartoffelpüree.
Als das Essen serviert wird, sieht man in dem Moment, dass der Kellnerin aufgeht, dass sie das Essen falsch sortiert hat. Wir haben ein Fisch-Gericht zu viel und eine Perlhuhnbrust zu wenig. Da wir auch nicht tauschen möchten, geht das Essen zurück und wird möglichst schnell nachgemacht. Das ist schade und das zweite Gericht hat auch eine ganze Zeit gedauert, aber Fehler können passieren. Und die Kellnerin war so nett, die nächste Getränkerunde ging auf's Haus und sie hat sich mehrmals entschuldigt - das ist mehr Wiedergutmachung als ich erwartet hätte und daher völlig ok. Wer dabei so sympathisch und zuvorkommend bleibt, dem kann man gar nicht böse sein.
Aber zurück zum Essen. Der Lach sieht sehr gut aus und schmeckt wohl auch so, ich selbst habe nicht probiert. Ich habe die Perlhuhnbrust und bin begeistert von der Kombination mit den süßen Datteln und dem etwas herberen Chicoree - sehr lecker und zu empfehlen!



Als die Kellnerin dann durch Zufall erfährt, dass ich Geburtstag habe, hat sie schon die Befürchtung mir meinen Abend verdorben zu haben, aber ich kann sie beruhigen. Bei diesem Essen und dem Service absolut nicht. Die neue Information beschert mir dann noch ein besonderes Dessert - Traumschiff-Feeling! :-) Ich habe Wunderkerzen in meinem Schokoladenmalheur mit Brombeeren und Kokospralinen! Das Schokoladenmalheur ist auf den Punkt, schmeckt sehr lecker und ist nach dem Menü schon fast nicht mehr zu schaffen! Ein leckeres Dessert - eine Schokoladenmalheur zum Geburtstag - was kann mir besseres passieren!? ;-)

Fazit: Ich habe nichts zu meckern! Das Essen ist wirklich toll, der Service ist super, die Location ist sehr stilvoll und gleichzeitig gemütlich, der Abend war toll - ich möchte unbedingt wiederkommen! Da lohnt sich der Weg definitiv und ich ermuntere Euch es mir gleich zu tun!

Meinen letzten Besuch könnt ihr hier nachlesen: Twenty Six 2014

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Mittwoch, 4. Februar 2015

EAST Küchenparty

Für 79 € an einem Abend in der Woche im EAST zur Küchenparty? Ich war mir erst unsicher, ob es mir das Geld wert ist. Habe mich aber letztendlich dazu entschieden es einmal auszutesten, da andere Freunde bereits dabei waren und sehr ins Schwärmen gerieten bei ihren Erzählungen...

Also ging es am Mittwoch Abend um 19.00 Uhr los - für mich ein entspannter Abend, da ich mir in weiser Voraussicht den nächsten Tag frei genommen hatte... :-)

Der Abend beginnt mit einem Veuve-Clicquot (aus einem Moet-Glas... Das geht gar nicht!) mit persönlicher Begrüßung. Alle Service-Kräfte tragen Kochmützen - eine süße Idee. Insgesamt startet der Abend sehr "umsorgt". Unsere Kellnerin stellt sich vor, erklärt den Ablauf und steht uns den Abend über zur Verfügung.

Das EAST bietet ein umfassendes Programm. Es gibt eine Live-Band - 3 junge Musiker, die nur mit der Gitarre und ihrer Stimme tolle Cover aktueller Hits liefern, tolle Stimmen, gute Musik und eine Stimmung, die uns am Ende sogar noch hat tanzen lassen... Ein wirklich gelungener Abend im Bezug auf Musik, Ambiente und Service!

Die Getränke sind im Preis enthalten und bieten neben der regulären Karte einige Winzer, die mit einem kleinen Stand ihre Weine anpreisen, erklären und nach und nach ihre Gläser und Flaschen ausschenken... Ein interessanter Plausch über kalifornische Weine (sehr zu empfehlen: Weingut Beringer) und eine Empfehlung zum Essen sind hier problemlos möglich! Zum Ende des Abends wird die Auswahl jedoch geringer.. Man merkt schnell, welche Weine beliebt sind und dementsprechend schneller leer sind - bei dem Preis hätte ich eine Auswahl bis zum Schluss passender gefunden!





Aber nun zum Essen. Es gibt zwei Areale - einmal die Sushi Bar mit regelmäßig nachgelegtem Sushi und eine Käse-Platte am Kopf der Bar.

Und das Highlight: Der Blick in die Küche. An mehreren Stationen werden kleine Gerichte zubereitet und sind direkt dort zu verzehren - es lohnt sich nicht an den Platz zurück zu gehen. Man "drängelt" sich von Station zu Station und kann sich durch die unterschiedlichen Dinge probieren. Es gibt Hummer, Jacobsmuschel mit Merguez, Masala Curry, Braten, Rind im Brotmantel, und und und... Als Nachtisch gab es ein Weiße Schokoladen-Eis mit Beeren und eine Blätterteig-Windbeutel-Kreation - sehr lecker!


Insgesamt waren die Köche sehr nett und ich fand es sehr spannend die Küche einmal von innen zu sehen und die Köche direkt fragen zu können. Teilweise musste man ein bisschen anstehen, aber die Zeit ließ sich mit einem Glas Wein gut vertreiben und die Party in der Küche ist ja bekanntlich eh meist die Beste.

Fazit: Es war ein toller Abend, tolle Stimmung, leckeres Essen und leckere Weine. Das Essen war allerdings nur bis 22.00 Uhr da- ein verspäteter Nachtisch war nicht mehr möglich. Wenn mir zu Beginn gesagt wird, dass der Abend bis um 23.00 Uhr geht, erwarte ich auch bis dahin Essen bekommen zu können, jedenfalls in kleiner Auswahl. Aber ansonsten gibt es nix zu Meckern! Mit einem freien Tag im Hintergrund macht es den Abend noch entspannter!

Und für alle Interessierte: Am 06. Mai findet die nächste Küchenparty statt! Anmeldung sollte schnell erfolgen, da die Plätze erfahrungsgemäß schnell weg sind!

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